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Das Glaukom kann zu einer deutlichen Sehverschlechterung, ja sogar zur
Erblindung führen, falls die Krankheit nicht effektiv behandelt wird.
Zur Glaukombehandlung werden in der Schulmedizin wie oben erwähnt 3
Methoden (Medikamente, Laserchirurgie und konventionelle Chirurgie) angewandt,
welche nachweislich den Krankheitsverlauf verlangsamen und stoppen können. |
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Der Augenarzt wird aber oft nach anderen Methoden gefragt. Es wird von
vielen alternativen Therapiemethoden behauptet, dass sie das Glaukom effektiv
behandeln können. Diese Behauptungen sind aber meist nicht wissenschaftlich
belegt, und bei der Beurteilung des Therapieerfolges werden auch nicht die
modernen Kriterien der Augenheilkunde (Augeninnendruck, Papillenveränderungen
und Gesichtsfelduntersuchung) angewandt. Wir wollen Ihnen hier nahelegen,
dass Sie sich auf nachweislich erfolgversprechende Behandlungen berufen
sollten, denn es geht beim Glaukom immerhin um Ihre Sehkraft! |
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Homöopathische Mittel zur Glaukombehandlung |
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Heidelbeer-Extrakte |
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Marihuana |
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Gute Ernährung |
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Körperliche Aktivität |
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Selbstregulationstechniken (Yoga, Autogenes Training, Biofeedback) |
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Homöopathische Mittel zur Glaukombehandlung |
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Die Homöopathie basiert auf der Theorie, dass Symptome ein Angriff
des Körpers gegen die Krankheit darstellen. Wenn man nun die Symptome
verstärkt, so wird behauptet, hilft man dem Patienten gegen seine Krankheit
anzukämpfen. Es sind beim Glaukom keine Erfolge dieser Therapiemethode
belegt worden. |
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Heidelbeer-Extrakte |
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Der Heidelbeer-Extrakt wird von gewissen Leuten als ein antioxidativ wirksames
Mittel zur Augenbehandlung gehandelt, welches die Kapillarwände im
Auge verstärken soll. Es soll wirksam gegen Glaukom, Katarakt und Makuladegeneration
sein. Es gibt aber keine wissenschaftlichen Belege die aufzeigen, dass das
Extrakt wirksam zur Glaukombehandlung oder zur Behandlung der anderen beiden
Augenerkrankungen ist. |
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Marihuana |
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Marihuana kann nachweislich den Augendruck senken und zwar falls es in
Tablettenform eingenommen, intravenös verabreicht oder geraucht wird.
Marihuana müsste aber in hoher Dosierung und alle drei Stunden verabreicht
werden, um eine genügende Augendrucksenkung zu erreichen. Diese hohe
Dosierung führt aber auch zu beachtlichen Nebenwirkungen (Rausch!),
welche eine derartige Therapie verunmöglichen. |
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Gute Ernährung |
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Zurzeit gibt es keine endgültigen Beweise, dass es einen Zusammenhang
gibt zwischen Ernährung und Glaukom. Sicherlich gilt auch hier, dass
eine gesunde Ernährungsweise und somit eine gesunde Lebensweise einen
positiven Effekt auf die Gesundheit haben kann. Gewisse Studien haben gezeigt,
dass Koffein über eine kurze Zeitperiode hinweg den Augeninnendruck
erhöhen kann. Auch kann es bei gewissen Patienten die Durchblutung
beeinträchtigen. Deshalb empfehlen wir den Glaukom-Patienten nicht
allzuviel Kaffee zu trinken. Wir wissen auch, dass gewisse Vitamine und
Mineralstoffe wichtig für das Auge sind so zum Beispiel Zink, Kupfer,
Selenium und die Vitamine A, C und E. Die Wirksamkeit solcher Stoffe gegen
das Glaukom ist allerdings nicht belegt. |
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Körperliche Aktivität |
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Es gibt Hinweise, dass regelmässige sportliche Aktivität alleine
den Augeninnendruck senken kann. Auch ist bekannt, dass Sport einen positiven
Einfluss auf andere Krankheiten wie etwa die Zuckerkrankheit und den Bluthochdruck
haben kann. In einer Studie, bei welcher Glaukompatienten regelmässig
während drei Monaten Sport betrieben haben, hat sich gezeigt, dass
der Augeninnendruck sich durchschnittlich um 20 Prozent vermindert hat.
Diese Personen sind viermal in der Woche für 40 Minuten auf einem Hometrainer
Rad gefahren. Nachdem diese körperlichen Aktivitäten für
zwei Wochen beendet wurden, ging der Augeninnendruck wieder auf den ursprünglichen
Wert zurück. Die Resultate dieser Studie gelten nicht für alle
Glaukom-Formen; beim Engwinkelglaukom zum Beispiel kommt es durch körperliche
Aktivität nicht zu einer Augendruck-Senkung. Somit scheint die regelmässige
körperliche Aktivität einen positiven Effekt auf gewisse Glaukomformen
zu haben. |
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Selbstregulationstechniken (Yoga, Autogenes Training,
Biofeedback) |
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Langzeiteffekte auf die Glaukomentwicklung von wiederholten Kopfstand-Übungen,
wie sie etwa bei Yoga angewendet werden, konnten nicht belegt werden. Glaukom-Patienten
sollten mit solchen Übungen wegen möglicher Augeninnendruckerhöhung
vorsichtig sein. Resultate von Studien, welche den Einfluss von Relaxations-
und Biofeedback-Übungen auf den Augeninnendruck untersucht haben, haben
erfreuliche Resultate gezeigt. Es sind aber noch weitere Untersuchungen
zur endgültigen Klärung dieser Zusammenhänge notwendig. |