1. Einleitung
     
Das «Glaukom»kann jeden treffen... vom Neugeborenen bis zum Menschen im hohen Alter. Es handelt sich um eine spezifische Veränderung am Sehnerven mit begleitenden Störungen im Gesichtsfeld welche auf verschiedene Ursachen beruhen kann. Oft, aber nicht immer findet man einen erhöhten Augeninnendruck, was nicht die Krankheit selber ist aber den wichtigsten Risikofaktor darstellt. Diese Krankheit wird in der deutschen Sprache «grüner Star» genannt und in der englischen Sprache auch als «sneak thief of sight» (schleichender Dieb des Sehvermögens) bezeichnet weil sie unbemerkt und langsam eine Erblindung herbeiführen kann.

Auf der ganzen Welt leiden etwa 70 Millionen Menschen an dieser Krankheit. Leider gibt es meist keine Frühsymptome, welche uns auf eine beginnende Erkrankung aufmerksam machen könnten. Darum und weil die Krankheit langsam, schleichend fortschreitet, wissen auch etwa die Hälfte der Erkrankten nicht, dass sie an einem Glaukom leiden. Erst mit der Zeit, wenn schon ein beträchtlicher Schaden vorhanden ist, merkt der Patient, dass er schlechter sieht.

Das Glaukom stellt weltweit auch heute noch in der industrialisierten Welt eine der wichtigsten Ursachen für eine beidseitige Erblindung dar. Glücklicherweise sind wir heute in der Lage mit einer frühen Diagnose und einer effektiven Therapie in praktisch allen Fällen eine Verschlechterung des Gesichtsfeldes (Umfeld sehen) zu verhindern. Leider können aber schon entstandene Schäden beim Glaukom nicht wiedergutgemacht werden. Hier zeigt sich, wie wichtig regelmässige Kontrollen beim Augenarzt sind, welche es erlauben, das Glaukom frühzeitig zu entdecken und mit geeigneter Behandlung das Gesichtsfeld des Patienten im Sinne einer Schadenbegrenzung zu erhalten.

Wir hoffen, dass Sie mit Hilfe der nachfolgenden Seiten ein besseres Verständnis für diese Krankheit erhalten. Diese Homepage richtet sich sowohl an Glaukompatienten und ihre Angehörigen als auch an alle Gesundheitsinteressierten, welche etwas über eine Erkrankung erfahren möchten, von der etwa 2.5% aller über 40 Jahre alten Schweizer direkt betroffen sind.